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Forschen & Lernen Erforschung der Gipsabgusssammlung des Instituts und Vorbereitung einer Ausstellung

Die lang vernachlässigten Gipsabgüsse des Instituts werden zur Zeit gereinigt und instandgesetzt, damit sie für die Lehre und die langfristige Präsentation für ein breiteres Publikum eingesetzt werden können. Die restauratorische Maßnahme wird primär mit Mitteln zur Stärkung der universitären Sammlungen des Field of Focus 3 finanziert. Im Anschluss werden zwei Lehrveranstaltungen unter Leitung von Rebecca Müller im Sinne des „Forschenden Lernens“ fortgeschrittenen Studierenden die Möglichkeit geben, an der Sammlungserschließung und der Vorbereitung und Durchführung einer Ausstellung mitzuarbeiten. In diesem Zuge werden die Abgüsse umfänglich photographisch dokumentiert und über die Datenbank heidICON digital zugänglich gemacht. In einem zweiten Schritt sollen die dann durch die Studierenden auf Provenienz, kulturhistorischen Hintergrund, Aussagekraft des einzelnen Objekts etc. erforschten und mit entsprechenden Begleittexten versehenen Gipsabgüsse dauerhaft präsentiert werden. 

Die Abgüsse vertreten über ein Jahrhundert Fachgeschichte. Sie veranschaulichen, welche Epochen, Künstler (sic) und Werke im Fokus des Interesses standen. Angesichts eines sich auflösenden Kanons der Kunst soll es daher nicht nur darum gehen, eine Lehrsammlung zurückzugewinnen. 

Gipsabguss

Vielmehr soll diese Sammlung über die Ausstellung und dann die dauerhafte Präsentation mit ihrem vollen Potential zur Geltung kommen, indem sie kulturhistorisch kontextualisiert wird: Der Gipsabguss als Gegenstand von Lehre, Fachgeschichte (auch spezifisch an der Universität Heidelberg) und Ausbildung (Kunstakademien), und als Objekte internationaler Sammlungsgeschichte, die die Archäologien, Ethnologie und Medizingeschichte umfasst und als Akteure Universitäten, Museen und ein Bürgertum sah, für das „Originale“ nicht verfügbar waren – Objekte, denen ein eigener Wert zugeschrieben wurde.

Institutssammlung