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Neuerscheinung Tarō Okamoto. La métamorphose comme avant-garde

von Wei Sun

Der japanische Exilant Tarō Okamoto (1911–1996), der in den 1930er Jahren in Paris lebte, verarbeitete häufig die Erlebnisse seiner Jugend, die sein Leben und Werk nachhaltig prägten. Ausgebildet im ethnologischen Labor des Musée de l’Homme unter Marcel Mauss und Paul Rivet, Mitglied der Künstlergruppe Abstraction-Création und der Geheimgesellschaft Acéphale sowie enger Vertrauter von Georges Bataille, trug er maßgeblich zur frühen Blüte des internationalen Surrealismus bei. Nach seiner Rückkehr nach Japan avancierte er zum bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts in seinem Land. Indem dieses Buch Leben und Werk des Künstlers vor dem Hintergrund seiner Pariser Erfahrungen beleuchtet und neu entdecktes Archivmaterial einbezieht, eröffnet es eine neue Perspektive auf Okamoto, der im Zentrum internationaler Avantgarde-Netzwerke stand.

Lyon: Editions Fage, 2026.

Wei Sun ist Doktorand an der Universität Heidelberg und der Universita Ca' Foscari in Venedig. Er hat einen Doppelmaster in Museologie und Kunstgeschichte, den er an der École du Louvre und der Universität Heidelberg erworben hat. Mit Unterstützung der Studienstiftung des deutschen Volkes arbeitet er derzeit an einer Dissertation über die Entstehung der japanischen Avantgarde im Rahmen von Kunstausstellungen in Westeuropa.

Tarō Okamoto. La métamorphose comme avant-garde