Projektvorstellung „Du musst getrieben sein! Wenn Du nicht getrieben bist, kannst Du alles andere vergessen!“ Weibliches Kunstschaffen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

  • Termin in der Vergangenheit
  • Mittwoch, 13. Mai 2026, 16:15 Uhr
  • IEK · R.001 · Seminarstraße 4 · 69117 Heidelberg
    • Dr. Maria Lucia Weigel, Erkenbert-Museum Frankenthal (Pfalz)
    • Joanna Bella, M.A., Erkenbert-Museum Frankenthal (Pfalz)

Dr. Maria Luca Weigel, Direktorin des Erkenbert-Museums Frankenthal (Pfalz), stellt gemeinsam mit Restauratorin Joanna Bella, M.A. ein Forschungsprojekt zur Frankenthaler Malerin, Grafikerin und Bühnenausstatterin Karin Bruns (1918–1997) vor. Dabei geht es u.a. um die Erschließung der Bestände in der Museumsammlung sowie die kunsthistorische Einordnung von Bruns vielseitigem Schaffen. Am Beispiel der Künstlerin wird die Situation weiblicher Kunstschaffender in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht.

Karin Bruns, Selbstbildnis, Erkenbert-Museum Frankental (Pfalz)
  • Adresse

    Institut für Europäische Kunstgeschichte
    Graimberg-Raum R.001
    Seminarstraße 4
    69117 Heidelberg

  • Veranstaltungstyp

Karin Bruns war eine bedeutende deutsche Malerin, Grafikerin und Bühnenausstatterin. Nach der Zerstörung ihres Berliner Ateliers im Zweiten Weltkrieg kehrte sie 1945 in ihre Heimatstadt Frankenthal (Pfalz) zurück. In den 40er Jahren wurde sie durch ihre Modezeichnungen für Burda-Zeitschriften bundesweit bekannt. In Heidelberg, ihrem letzten Wohnsitz, arbeitete sie als Theaterausstatterin.
Die Bandbreite der Themen, derer sich die Künstlerin in ihrem freien Schaffen annahm, reicht vom Selbstporträt bis hin zur Auseinandersetzung mit literarischen Vorlagen in grafischen Zyklen.
Das Werk von Karin Bruns spiegelt die Situation weiblicher Kunstschaffender in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Broterwerb und freiem künstlerischen Ausdruck in exemplarischer Weise.
Der gesamte Nachlass der Künstlerin befindet sich im Erkenbert-Museum in Frankenthal (Pfalz). Im Rahmen eines Forschungsprojekts soll er wissenschaftlich erschlossen werden.

Im Wintersemester 2026/27 wird Dr. Weigel eine Übung zur Künstlerin Karin Bruns anbieten; Studierende haben dann die Möglichkeit, in Form von Qualifikationsarbeiten in das Forschungsprojekt eingebunden zu werden.