Neuerscheinung Malen mit dem Körper

Konzeptionen des gestischen Farbauftrags 1952–1959

von Dominik Eckel

Dominik Eckel untersucht die Frage, wie sich der malende Körper unmittelbar in die abstrakten Gemälde der 1950er Jahre einschrieb. Führte dieser von 1952 bis 1959 verfolgte Ansatz dazu, dass an verschiedenen Orten eine ähnlich verstandene Idee von Malerei entstehen konnte? Über die Analyse der Netzwerke um Götz, Shiraga, Pollock und Mathieu hinaus etabliert die Studie erstmals eine konstruktive Schnittstelle: die Konfrontation von Malprozessen mit einer Choreografiegeschichte. Dieser Ansatz macht das Zirkulieren verkörperlichter Konzepte über Sprachgrenzen hinweg greifbar. Die Publikation unterzieht die „Weltsprache Abstraktion“, Innovationsvorstellungen und Maskulinitätsnormen einer kritischen Revision und leistet einen Beitrag zu Studien zur Performativität des Bildes. Sie ist im Deutschen Kunstverlag/De Gruyter Brill und in der Schriftenreihe der Forschungsstelle Informelle Kunst erschienen.

Datasets sind bei arthistoricum@heiDATA zugänglich:
https://doi.org/10.11588/DATA/DULHAR

Dominik Eckel studierte von 2010 bis 2017 Kunstgeschichte, Romanistik und Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt und der Université Paul Valéry Montpellier 3. Nach einer Tätigkeit am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris schloss er seine Promotion an der Universität zu Köln mit einem Stipendium der Forschungsstelle „Informelle Kunst” an der Universität Bonn ab. Seit September 2022 ist er am IEK in Lehre, Forschung und für die internationalen Partnerschaften tätig.

Buchbeschreibung

Malen mit dem Körper